Neue Sozialräume für die Crew des Luftrettungszentrums

Die Übergabe des umgebauten Sozialtraktes der ADAC-Luftrettungsstation fand am 18. April 2016 im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz statt. „Wir sind stolz darauf, dem Rettungshubschrauber „Christoph 23“ hier am Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz eine dauerhafte, neue Basis geben zu können“, begrüßte Generalarzt Dr. Jürgen Brandenstein, Chefarzt des Bundeswehrkrankenhauses, die Gäste bei der Veranstaltung. Seit Planungsbeginn im Jahr 2006 wurde durch die Kooperation der Bundesrepublik Deutschland mit dem ADAC mehr als 1,3 Millionen Euro investiert, um dieses Gebäude hier fertigzustellen.

Der Auftrag des Bundeswehrzentralkrankenhauses ist die Ausbildung und Inübunghaltung für den Einsatz von Sanitätspersonal, Ärzten, Pflegern und des medizinischem Fachpersonals. Brandenstein hierzu: „Gerade die Rettung ist dabei von hoher Relevanz. Forward AirMedEvac ist die Bezeichnung im Einsatz Verwundete vom Gefechtsfeld zu evakuieren. Deshalb ist das Rettungsmittel Hubschrauber hier im Inland für die Bundeswehr so wichtig, um im Rahmen der Ausbildung die Fähigkeiten zu trainieren und zu perfektionieren. Denn die Verletzungsmuster hier im Inland gleichen oft denen im Auslandseinsatz. Sowohl beim Rettungseinsatz, wie auch beim qualifizierten Krankentransport profitieren die Patienten von der professionellen Ausbildung unseres Personals.“ Das Konzept der Kooperation lautet: Der ADAC betreibt das Rettungsmittel, das Bundeswehrzentralkrankenhaus stellt das medizinische Rettungsteam und die Leitstelle Koblenz empfiehlt nach den Kapazitätskriterien eine Zielklinik, sodass alle stationären Einrichtungen im Großraum Koblenz in die Rettungskette eingebunden sind.

So kann für die Region Koblenz und die angrenzenden Bereiche ein Rettungsmittel betrieben werden, von dem alle profitieren. Dass alle Klinikbetreiber einbindet, das Training der Soldaten des Lazaretts unterstützt und dem Patienten zugutekommt.

Dr. Jürgen Brandenstein wünschte "always happy landings"
Dr. Jürgen Brandenstein wünschte "always happy landings"

„Es ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“, sagt Brandenstein. „Wir gehen damit weiter einen Weg, der von der Politik zunehmend gefördert und auch gefordert wird. Ein Mehr an Kooperation und ein Weniger an Konkurrenz und Konfrontation im Gesundheitswesen zum Wohl der Patienten.“ Mit einem „Allzeit einen guten Flug und wie die Flieger sagen: Always happy landings!“, schloss der Chefarzt seine Rede zur Übergabe der Sozialräume.

Gegründet wurde diese Luftrettungsstation 1973 durch die Bundeswehr. Damals war das Rettungsmittel eine Bell UH-1D, der Hubschrauber, der liebevoll Teppichklopfer genannt wird aufgrund des Fluggeräusches. 1994 wurden der Landeplatz und die Unterkunft durch die Bundeswehr erneuert. Im Jahr 1999 war das Krankenhaus hier in Koblenz das erste Bundeswehrkrankenhaus, mit dem der ADAC kooperieren durfte. Später, 2003, kam die Kooperation mit dem Ulmer Bundeswehrkrankenhaus dazu. Für diese neue Station hier im Bundeswehrzentralkrankenhaus, den Umbau des Sozialtraktes, gab es viele Hürden, bis der Ausbau fertig war. Jetzt bietet sie einen adäquaten Bereich mit Büroräumen, Aufenthaltsraum und Ruheräumen für die Crew, in dem man sich wohlfühlen kann. Dies ist wichtig, um dem Personal eine Möglichkeit zu geben, sich nach den Einsätzen etwas zu entspannen, bis zum nächsten Rettungseinsatz. Denn bis zu ca. 1700 Rettungseinsätze pro Jahr fliegt die Crew des „Christoph 23“, die zum Teil auch riskant für Leib und Leben für das Personal sind. Stolz auf die ADAC-Luftrettungsstation am Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz sind alle hier, denn sie ist die einzige, die in Rheinland-Pfalz nach Kooperation für Transparenz und Qualität (KTQ) im Gesundheitswesen zertifiziert ist.