Prostatakarzinomzentrum rezertifiziert

Das Prostata-Karzinom ist der häufigste bösartige Tumor des Mannes.
Dennoch sind sehr viele Patienten verunsichert, wie sie die verschiedenen Früherkennungsmaßnahmen des Prostata-Karzinoms werten müssen, bzw. welche Therapie sie nach einer gestellten Diagnose „Prostata-Karzinom“ einschlagen sollen.

Grund für diese große Unsicherheit sind unterschiedlich seriöse, zum Teil sehr widersprüchliche Aussagen im Internet und in der Presse zu den unterschiedlichsten Diagnose- und Therapieverfahren. Diese Verunsicherung wäre eigentlich nicht nötig, weil evidenzbasierte Leitlinien zur Diagnostik und Therapie des Prostata-Karzinoms existieren, die sich auf eine sehr seriöse und fundierte Datenlage stützen. Die Umsetzung dieser Leitlinien haben sich die Ärzte des Prostatakarzinomzentrums Koblenz-Mittelrhein auf ihre Fahnen geschrieben.

Die Klinik für Urologie am Bundeswehrzentralkrankenhaus, die Abteilung Strahlentherapie des Radiologischen Institut Dr. von Essen und die Praxisklinik für Hämato-Onkologie in Koblenz führen zusammen mit Radiologen, Nuklearmedizinern und Pathologen des Bundeswehrzentralkrankenhauses und niedergelassenen Urologen wöchentliche Tumorkonferenzen mit Prostata-Karzinom-Patienten durch.

An diesen Konferenzen können und sollen Prostata-Karzinom-Patienten mit ihren Angehörigen persönlich teilnehmen, so haben sie die Gelegenheit von den beteiligten Fachrichtungen aus 1. Hand Informationen zu ihrem Krankheitsbild zu bekommen.

„Diese Art der Tumorkonferenz ist in Deutschland einzigartig und muss als vorbildlich angesehen werden“, sagt Prof. Dr. Aristotelis Anastasiadis, der im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft am 12.06.2015 das Prostatakarzinomzentrum Koblenz-Mittelrhein rezertifiziert hat.
„Patienten, Angehörige und alle beteiligten Fachrichtungen an einem Tisch, in ruhiger Atmosphäre mit ausreichend Zeit zur Diskussion, dies ist eine vorbildliche Organisation der Tumorkonferenz und schafft die nötige Transparenz, die der Patient braucht, um auf Grund eigenes Wissens entsprechende Therapieentscheidungen zu fällen“ so der Co Prüfer, Dr. Christof Börgermann aus Düren.

Das Prostatakarzinomzentrum Koblenz-Mittelrhein besteht seit 2009, 2012 erfolgte die erste Zertifizierung durch die deutsche Krebsgesellschaft, seither sind die Zahlen stetig steigend. Immer mehr Patienten aus der Region wenden sich ratsuchend an die Ärzte des Zentrums, um eine unabhängige Aussage zu Therapieoptionen zu bekommen.
Damit stellt das Prostatakarzinomzentrum Koblenz-Mittelrhein einen wichtigen Baustein in der Versorgung des Prostata-Karzinoms in der Region zur Verfügung, die Rezertifizierung, ohne jegliche Mängel, unterstreicht den hohen Qualitätsanspruch, den die Ärzte des Zentrums sich auf die Fahne geschrieben haben.