Geschichte

Vom Lazarett zum Bundeswehrzentralkrankenhaus

Das Bundeswehrzentralkrankenhaus ist fest in dem Gesundheitsnetzwerk der Region verankert. Es ist eines von fünf Bundeswehrkrankenhäusern in Deutschland und besitzt eine weit über 50-jährige Tradition in Koblenz.

Es wurde 1952 von der französischen Armee erbaut und 1957 von der Bundeswehr übernommen - zunächst unter der Bezeichnung "Zentrallazarett der Bundeswehr". Mit der Öffnung für Zivilpatienten erfolgte 1970 die Umbenennung in den heutigen Namen "Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz".

Seit 1987 trägt das Bundeswehrzentralkrankenhaus den Titel "akademisches Lehrkrankenhaus der Johannes- Gutenberg-Universität Mainz" und ist seither in die Ausbildung von Medizinstudenten eingebunden. Mit insgesamt 20 verschiedenen Fachabteilungen, 15 angegliederten Ambulanzen und einer Gesamtbettenkapazität von 506 Betten gilt es als das größtes spezialisiertes Krankenhaus der Bundeswehr, das Soldatinnen und Soldaten und Zivilpatientinnen und -patienten gleichermaßen offensteht.

Durch Kooperation mit dem Land Rheinland-Pfalz auf dem Gebiet der Herz- und Gefäßchirurgie, mit der Zulassung für BG-Verfahren und andere Spezialisierungen gehört unser Haus zu den Krankenhäusern der Schwerpunktversorgung. Ca. 14.000 stationäre und etwa 80.000 ambulante Patientinnen und Patienten werden jedes Jahr bei uns behandelt. Seit 2012 ist das Bundeswehrzentralkrankenhaus im Traumanetzwerk Mittelrhein als überregionales Traumazentrum zertifiziert. Am 1. Januar 2014 hat das es zudem die Zulassung zur Teilnahme am eingeführten Schwerstverletztenartenverfahren (SAV) der gesetzlichen Unfallversicherung erhalten.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Akutversorgung von Notfallpatienten durch das Rettungszentrum in Verbindung mit der Interdisziplinären Notfallaufnahme. Das Rettungszentrum leistet einen Beitrag zur notärztlichen Versorgung im Großraum Koblenz durch Betrieb des Rettungshubschraubers Christoph 23, eines eigenen Notarzteinsatzfahrzeugs, eines Rettungswagens und eines Intensivtransportwagens.

Da uns die bestmögliche Versorgung unserer Patientinnen und Patienten ein Anliegen ist, haben wir unser Haus seit 2010 nach den strengen Qualitätsanforderungen der Joint Commission International akkreditieren lassen. Dieses Qualitätsmanagementsystem für Gesundheitseinrichtungen legt den Schwerpunkt auf die Sicherheit der Patienten. Das betrifft sowohl die medizinische Versorgung als auch organisatorische und strukturelle Aspekte. In 2014 wurde die erste und im Jahr 2017 die zweite Rezertifizierung erfolgreich abgeschlossen.

Für uns ist es selbstverständlich, die modernsten medizinischen Standards anzuwenden und die beste technische Ausstattung für alle unsere Patienten bereitzustellen. Zudem legen wir großen Wert auf die hohe fachliche Qualifikation unserer Mitarbeiter, um eine optimale Betreuung unserer Patientinnen und Patienten zu gewährleisten. Den Grundgedanken einer kontinuierlichen Qualitätsverbesserung verfolgen wir mit höchsten Maßstäben an Behandlungsstandards und Erfordernisse der Patientensicherheit, ausgerichtet am medizinischen und technischen Fortschritt und an den aktuellsten Kriterien der Qualitätssicherung, die bei unserer ambulanten und stationären Versorgung zum Tragen kommen.