Welche Therapie für wen?

Die interdisziplinäre Tumorkonferenz

Das Prostatakarzinom ist der häufigste Tumor des Mannes und steht an dritter Stelle der krebsbedingten Todesursachen bei Männern in der Bundesrepublik Deutschland. In den frühen Stadien gibt es oftmals mehrere gleichwertige Behandlungsoptionen für den Betroffenen. Dazu gehören:

  • Die Operation (radikaler Prostatektomie)
  • Die Strahlentherapie (von außen oder Kombiniert von außen und innen)
  • Das kontrollierte Zuwarten
  • Die medikamentöse Therapie

Für Patienten ist es sehr schwer, die Konsequenzen der einzelnen Therapieformen für ihn persönlich abzusehen, und so die für ihn richtige Therapieentscheidung zu treffen.

Um dem Patienten alle notwendigen Informationen aus erster Hand zu ermöglichen, legen alle Experten im Prostatakarzinomzentrum Koblenz Mittelrhein Wert darauf, dass sie gemeinsam mit dem Patienten einen individuellen Behandlungsplan entwickeln.

In der wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenz sitzen daher alle Experten zusammen mit dem Patienten und seinen Angehörigen an einem runden Tisch und erörtern mit ihnen die möglichen Therapieoptionen. In diesen Tumorkonferenzen besteht für den Patienten die Möglichkeit, sich ausführlich über die verschieden Therapien zu informieren und sich dann mit seinem behandelnden Arzt zu entscheiden. So wird sichergestellt, dass der Patient streng nach seinen individuellen Bedürfnissen beraten wird.

Da einerseits die Patienten unterschiedlich lange Zeit benötigen und manchmal ohne Entschuldigung nicht erscheinen, andererseits aber ab 18:30 sich mehrere Ärzte für die Konferenz freigenommen haben, werden alle Patienten auf 18:30 einbestellt. Daher können auf die Patienten Wartezeiten zukommen. Jeder Patient hat aber so viel Zeit zur Verfügung, wie er für sich und seine Situation braucht.

Eine solche Konferenz ist in der Region und wahrscheinlich auch in Deutschland einzigartig.