Strahlentherapie

Für Patienten mit erhöhtem Operationsrisiko durch zusätzliche Erkrankungen oder Blutgerinnungsstörungen oder für ältere Patienten, sind verschiedene Formen der Bestrahlung des lokal begrenzten Prostatakarzinoms eine sinnvolle Alternative. Die Heilungschancen sind mit denen einer Operation vergleichbar. Auch bei Radikaloperationen kann eine Anschlussbestrahlung die Heilungsrate bei lokal fortgeschrittenen Tumoren erhöhen. Allerdings kann nach der Bestrahlung nicht oder nur noch sehr schwer in Heilungsabsicht operiert werden.

Die Bestrahlungsmethoden sind im Behandlungszeitraum zunächst sanfter. Impotenz und Harninkontinenz treten nicht direkt im Anschluss an eine Bestrahlungsbehandlung auf. Innerhalb von zwei bis drei Jahren nach der Behandlung kommt es allerdings zu vergleichbaren Raten dieser Folgeerscheinungen wie nach der Operation. Eine externe Strahlenbehandlung setzt auch Blase und Enddarm der schädigenden Strahlung aus, weshalb es in der Folge selten zu Reizdarm und Reizblase kommen kann. Neue schonende Strahlentherapieverfahren, bei der die Strahlenquelle direkt in die Prostata eingebracht wird (sogenannte Brachytherapie), kombinieren eine effektivere Strahlendosis mit einer geringeren Nebenwirkungsrate. Wir führen diese Therapie zusammen mit der Praxis von Essen in Koblenz durch.