Nierenzellkarzinom

Das Nierenzellkarzinom ist mit einer Häufigkeit von vier bis zehn Erkrankungen pro 100.000 männlicher Einwohner der häufigste bösartige Tumor der Niere. Rund drei Prozent aller auftretenden Karzinome sind Nierenzellkarzinome. Nierenzellkarzinome treten am häufigsten im Alter zwischen 50 und 60 Jahren auf, wobei Männer etwa doppelt so häufig erkranken als Frauen.

Prinzipiell unterschiedet man das nicht metastasierte und das metastasierte Nierenzellkarzinom. Bei etwa einem Drittel der Patienten wird bei der Erstdiagnose des Primärtumors in der Niere bereits eine Lymphknoten- oder Fernmetastasierung festgestellt. Bei rund 50 Prozent der operierten Patienten tritt im weiteren Verlauf der Tumorerkrankung eine Metastasierung auf.

Symptome

Das Nierenzellkarzinom wird auch als Chamäleon in der Medizin bezeichnet, weil es sich in einer Vielzahl verschiedener Symptome äußert. Blut im Urin ist ein Hinweis, Leberfunktionsstörungen, Anämie und Nachtschweiß weisen indirekt auf die Erkrankung hin.

Diagnose

Durch die breitere Anwendung von Untersuchungsmethoden, wie des Ultraschalls, werden Nierentumoren heute häufig als Zufallsbefund diagnostiziert. In diesen meist früheren Stadien haben sie noch keine Symptome ausgelöst und würden für den Patienten unbemerkt bleiben. Treten bereits Beschwerden auf, erfolgt die Diagnose ebenfalls durch Ultraschall und Laboruntersuchungen.

Behandlung

Bei Nierenzellkarzinomen ist die Operation heute das Standardverfahren. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten: Die offene radikale Tumorentfernung, die laparoskopische radikale Tumorentfernung, das Ausschälen des Tumors (Tumornukleation) und in fortgeschrittenen Stadien die Nierenentfernung unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine.