Harnsteinerkrankungen

Das Harnsteinleiden ist eine häufig auftretende Erkrankung. In Mitteleuropa sind etwa ein bis vier Prozent der Bevölkerung von Nieren-, Harnleiter-, oder Blasensteinen betroffen. Die meisten Patienten sind im Alter von 30 bis 50 Jahren, aber auch Kinder können schon Steine im Harntrakt bilden.

Aus medizinischer Sicht unterscheidet man Harnsteine nach dem Ort der Lokalisation und der chemischen Zusammensetzung. Dementsprechend gibt es unterschiedliche Behandlungen und/oder vorbeugende Maßnahmen für das Harnsteinleiden.

Symptome

Typische Beschwerden sind Nierenkoliken, die durch das Einklemmen eines Steines im Harnleiter und anschließender Harnabflussstörung ausgelöst werden können. Diese kann einen Harnstau mit oder ohne Harnwegsinfektion zur Folge haben, der oft mit starken Schmerzen verbunden ist.

Behandlung

Für die Behandlung bzw. Entfernung der Harnsteine gibt es verschiedene Möglichkeiten. Oft wird versucht, die Steine durch Stoßwellen (ESWL) zu zertrümmern. Anschließend werden die kleinen Bruchstücke über die Harnwege ausgeschieden.

Eine weitere Möglichkeit ist die minimal invasive Steinbehandlung durch perkutane oder endoskopische Verfahren (Perkutane Steinentfernung, PNE oder PNL; Endoskopie: Steinentfernung durch Blasen- oder Harnleiterspiegelung; Laparoskopische Steinentfernung).
Alle Verfahren werden am Bundeswehrzentralkrankenhaus angeboten.