Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Wiederherstellungs-, Hand- und Plastische Chirurgie, Verbrennungsmedizin

Unser Team behandelt das gesamte Spektrum der Erkrankungen in den Gebieten Orthopädie und Unfallchirurgie mit allen Spezialisierungen. Die Akut- und weiterführende, interdisziplinäre Versorgung von Schwerverletzten und polytraumatisierten Patienten hat dabei einen besonders hohen Stellenwert.

Traumatologische Schwerpunktversorgung

Durch die Art und den Umfang der interdisziplinären traumatologischen Versorgung gilt unsere Klinik seitens der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) als Haus der Maximalversorgung. Darüber hinaus sind wir als eines der 5 notfallmedizinischen Zentren des Landes Rheinland-Pfalz ausgewiesen und uneingeschränkt zum Schwerstverletzungsartenverfahren der gewerblichen Berufsgenossenschaften zugelassen.

Außerdem beteiligen wir uns aktiv am bundesweiten Traumaregister der DGU® und gehören zum Traumanetzwerk Mittelrhein, in dem wir als „Überregionales Traumazentrum“ zertifiziert sind. Durch das an unser Haus angebundene Notfalleinsatzfahrzeug und den Rettungshubschrauber Christoph 23 erfüllen wir alle Voraussetzungen zur Behandlung von Schwer- und Schwerstverletzten als Primärrettung oder durch Zuverlegung aus anderen Kliniken.  

Orthopädisches Behandlungsspektrum

In der Klinik für Orthopädie mit eigener Bettenstation und Bestellambulanz erfolgt die operative und konservative Behandlung des gesamten traditionell orthopädischen Spektrums mit Ausnahme der Kinderorthopädie, der Skoliosechirurgie sowie der großen orthopädischen Tumorchirurgie.

Schwerpunkte der Behandlung sind insbesondere die Endoprothetik, die arthroskopische Chirurgie der großen Gelenke, die Fußchirurgie und die Wirbelsäulenchirurgie der Lendenwirbelsäule neben der konservativen Orthopädie, insbesondere hier die Wirbelsäulenbehandlung und die multimodale Schmerztherapie. Hierbei kommen auch gezielte Injektionsverfahren unter Durchleuchtung, Computertomographie und Sonographie in Zusammenarbeit mit der Radiologischen Abteilung zur Anwendung. In Zusammenarbeit mit der Radiologie erfolgt die Indikationsstellung und Begleitung der Patienten bei der Extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT) und in Zusammenarbeit mit der Nuklearmedizinischen Abteilung die Durchführung von Radiosynovorthesen und die Durchführung der Osteodensitometrie.

Akutambulanz

In unserer Akutambulanz werden jährlich circa 12.000 Patienten mit sämtlichen traumatologischen oder handchirurgischen Fragestellungen untersucht und behandelt.

Für die optimale Sofortbehandlung und -diagnostik von traumatologischen Notfällen ist die Akutambulanz räumlich und strukturell direkt mit der Notaufnahme und der Radiologie verbunden. Die bildgebende Diagnostik steht unmittelbar digital zur Verfügung.

Im ambulanzeigenen Eingriffsraum führen wir circa 800 Operationen pro Jahr durch. Überwiegend handelt es sich um handchirurgische Eingriffe, zum Beispiel Osteosynthesen bei Frakturen am Handskelett, Operationen bei Morbus Dupuytren, sowie Eingriffe aufgrund eines Carpaltunnelsyndroms, Ganglien (Überbeine) oder bei schnellendem Finger.

In den 6 Behandlungsräumen werden neben den Untersuchungen auch Wundbehandlungen und Verbandwechsel durchgeführt. Für das Anlegen von ruhigstellenden Verbänden an den Gliedmaßen steht ein eigens eingerichteter Gipsraum zur Verfügung.

Desweiteren deckt die Akutambulanz folgen Aufgabengebiete ab:

  • Neuvorstellungen von Patienten mit akuten Verletzungen des Stütz- und  Bewegungsapparates,mit Verletzungsfolgen sowie sonstigen erworbenen, muskuloskeletalen Störungen
  • Einleitung der notwendigen diagnostischen Algorithmen
  • Terminabsprache für die weitere stationäre Behandlung, beziehungsweise Operationen je nach Dringlichkeit
  • Nachsorge und Kontrolluntersuchungen von operierten Patienten
  • hausinterner Konsiliardienst auf traumatologischem und orthopädischem Fachgebiet

Bestellambulanz (Klinik für Orthopädie)

In der Bestellambulanz wird eine Indikationssprechstunde für das orthopädische Krankengut militärischer und ziviler Patienten durchgeführt. Hierfür stehen ein eigenes Geschäftszimmer und eigene Untersuchungsräume zur Verfügung.

In der Indikationssprechstunde werden Patienten mit angeborenen und erworbenen Formveränderungen, Funktionsstörungen und Verletzungsfolgen des Stütz- und Bewegungsapparates untersucht und die notwendigen diagnostischen Maßnahmen eingeleitet. Bei der Indikation zu stationären und operativen Behandlungen erfolgt hier die Terminabsprache und die Einleitung der Voruntersuchungen im Präklinischen Zentrum. Darüber hinaus erfolgen hier die Nach- und Kontrolluntersuchungen von operierten Patienten.

Beteiligung an Auslandseinsätzen

Unsere Fach- und Assistenzärzte nehmen regelmäßig an den Auslandsmissionen der Bundeswehr teil, schwerpunktmäßig wird die Mission in Afghanistan einsatzchirurgisch unterstützt.

Durch die überwiegend in unserem Haus stattfindende Behandlung von im Auslandseinsatz verletzten deutschen und verbündeten NATO-Angehörigen sowie über die regelmäßige Behandlung von Patienten aus Krisengebieten im Rahmen humanitärer Hilfe verfügt unser Team über eine besondere Expertise bei der Behandlung von schwersten Explosions- und Schussverletzungen sowie thermomechanischen Kombinationstraumata.