Telemedizin

In den 90er Jahren setzte das Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz erstmals telemedizinische Systeme ein und betrat damit medizinisches Neuland. Ziel war es, durch Echtzeitübertragung von digitalen Bilddaten eine externe Expertise in die Bewertung von Befunden zu ermöglichen und dadurch eine Optimierung in der Diagnostik zu erzielen.

Durch Pilotprojekte wurden eigene Erfahrungen gesammelt – in einem ersten Versuch wurde eine teleradiologische Verbindung zwischen dem Bundeswehrzentralkrankenhaus und dem Sanitätszentrum in Bonn realisiert.

Nach einer intensiven Validierungsphase ist die Telemedizin inzwischen als modernes medizinisches Verfahren fester Bestandteil in den Fachbereichen Radiologie, Neurochirurgie, Unfallchirurgie, Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde sowie der Labormedizin. Telemedizinische Studien werden derzeit in den Bereichen der Dermatologie, Urologie und der Augenheilkunde durchgeführt.

Unsere Radiologie verfügt über mehrere telemedizinische Arbeitsplätze von beziehungsweise zu denenmonatlich Bilddaten von bis zu 200 Patienten transferiert werden. In der Bundeswehr kommt diesem modernen Verfahren der medizinischen Versorgung zudem eine besondere Bedeutung.

Der Gebrauch der Telemedizin verbessert die fachärztliche Versorgung der Soldaten im Auslandseinsatz, da wir von Deutschland aus mit Spezialisten die Sanitätseinrichtungen in den Einsatzländern bei schwierigen Fällen in der Diagnostik unterstützen können.