Technische Ausstattung

Unsere Operationssäle sind mit moderner Technik ausgestattet, so dass wir eine optimale Versorgung unserer Patienten gewährleisten können.

Insbesondere gehören dazu:

  • Neuronavigation
    Aus einem Datensatz, vorzugsweise des Magnetresonanztomographen, jedoch auch des Computertomographen, kann auf dem Computer ein dreidimensionales Bild des Gehirns oder der Wirbelsäule hergestellt werden. Dieses erleichtert zum einen die Planung von Operationen und zum anderen die Orientierung während der Operation.
  • Stereotaxie
    Auch hier wird ein dreidimensionaler Datensatz des Gehirns, basierend auf einer MRT- oder CT-Untersuchung, dazu verwendet, eine ca. 1 mm durchmessende Sonde mit Millimeterpräzision so zu platzieren, dass tief gelegene Krankheitsherde erreicht werden können. Auf diese Weise können Gewebeproben bei Hirntumoren risikoarm entnommen werden und so eine Diagnose gestellt werden, ohne dass eine „große“ Operation erforderlich ist. Außerdem kann diese Behandlungsmethode bei der Entlastung tief sitzender Blutergüsse oder zur Behandlung tief sitzender Abszesse einsetzt werden. An einigen Zentren in Deutschland wird diese Behandlungsmethode auch zur Therapie von Bewegungsstörungen und bestimmten Formen des chronischen Schmerzes eingesetzt.
  • Endoskopie
    Diese Methode wird in der Neurochirurgie verwendet, um unter Ausnutzung möglichst schonender operativer Zugangswege, z. B. Hypophysentumore und Tumore in den Hirnkammern, zu operieren, auch zur operativen Behandlung des Hydrozephalus wird die Endoskopie in bestimmten Fällen erfolgreich eingesetzt. Daneben können bestimmte Formen von Bandscheibenvorfällen an der Lendenwirbelsäule behandelt werden, auch Nervenengpasssyndrome werden zunehmend mit dieser Methode operiert.
  • Operationsmikroskop
    Die Vorteile dieser Technik liegen auf der Hand, der Operateur und der Assistent haben eine optimale Einsicht in das Operationsgebiet, die Operationsschwester kann den Eingriff auf einem Monitor verfolgen. Zusätzlich können mit speziellen Medikamenten unter UV-Licht bestimmte Arten von Hirntumor besser vom gesunden Hirn abgegrenzt werden, auch die Durchblutung von Gewebe und von Arterien kann so intraoperativ mit wenig Aufwand dargestellt werden.
  • CUSA
    Hierbei handelt es sich um ein Operationsinstrument, dessen feine Spitze mit Ultraschallfrequenz vibriert. Unter ständiger Spülung und Saugung können so Tumoranteile schonend und rasch unter Schonung des umgebenden Hirngewebes und insbesondere der Gefäßstrukturen entfernt werden.
  • Ultraschalldiagnostik
    Hiermit lassen sich intraoperativ tiefer lokalisierte Strukturveränderungen mit wenig Aufwand identifizieren, so dass der operative Zugangsweg hierdurch optimiert werden kann. Durch die Anwendung der Dopplersonographie kann die Flussgeschwindigkeit der Gehirnarterien bestimmt werden. Neuromonitoring Diese intraoperative Technik ermöglicht das ständige Überwachen von Gehirn-, Rückenmarks- und Nervenfunktionen während einer Operation, so dass jederzeit eine Aussage über deren Funktionalität möglich ist, um die entsprechend überwachten Strukturen intraoperativ schonen zu können.
  • Hirndruckmessung
    Eine sehr dünne Sonde ermöglicht die kontinuierliche Registrierung des Hirndruckes und ermöglicht so die optimale intensivmedizinische Therapie z. B. schädelhirnverletzter Patienten.
  • LASER
    Diese Technik ist ebenfalls verfügbar, in der Neurochirurgie wird sie verwendet, um z. B. Tumore zu schrumpfen, ihre praktische Bedeutung ist in den letzten Jahren jedoch in den Hintergrund getreten.
  • intraoperatives Neuromonitoring
    Hierdurch ist es möglich empfindliche Strukturen des Nervensystems auf ihre Funktionalität während eines Eingriffes zu überwachen. So kann z.B. bei der Entfernung eines Akustikusneurinoms (Vestibularisschwannoms) der in direkter Nähe verlaufende Gesichtsnerv identifiziert und geschont werden.

Auf Station und in der Ambulanz werden folgende Geräte verwendet:

  • Ultraschalldiagnostik
    Hiermit lassen sich tiefer lokalisierte Strukturveränderungen mit wenig Aufwand identifizieren, so dass ohne Röntgenstrahlen z. B. Veränderungen an Nerven oder postoperative Veränderungen festgestellt und/oder kontrolliert werden können.
    Durch die Anwendung der Dopplersonographie kann die Flussgeschwindigkeit der Gehirnarterien bestimmt werden.
  • Elektrophysiologie
    Möglich sind die Untersuchungen von Nerven (NLG), von Muskeln (EMG) und des Rückenmarkes (SSEP und MEP) durch entsprechende Geräte. Hierdurch sind Rückschlüsse auf die Funktionsfähigkeit möglich, ebenso lässt sich häufig die Art und Lokalisation der Erkrankung eingrenzen.