Internistische Intensivmedizin

Die internistische Intensivstation des Bundeswehrzentralkrankenhauses bietet eine fachübergreifende Betreuung intensivpflichtiger Patienten mit allen Formen lebensbedrohlicher Erkrankungen aus dem gesamten Spektrum der Inneren Medizin.

Im Rahmen freier Kapazitäten betreuen wir postoperative kardiochirurgische Patienten sowie lebensbedrohliche Erkrankungen aus dem neurologischen Fachgebiet. Hierfür stehen zehn Intensivtherapiebetten mit allen Möglichkeiten intensivmedizinischer Maximalversorgung zur Verfügung.

Unsere Intensivstation ist voll in die Notfallversorgung schwerstkranker Patienten der Region eingebunden.

Jährlich werden etwa 1.000 Patienten behandelt bei einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von 3,6 Tagen. Die Bettenauslastung beläuft sich auf über 90% bei einem Beatmungsanteil von 72%. An Beatmungsgeräten stehen mit acht Servo I sowie zwei Evita-4 modernstes Equipment zur Verfügung.

Ausstattung

Es werden sämtliche medikamentösen und apparativen Verfahren moderner Intensivtherapie praktiziert:

  • Zehn Intensivtherapiebetten mit allen Möglichkeiten intensivmedizinischer Maximalversorgung einschließlich Beatmung
  • Notfallbehandlungsraum mit Beatmungs-, Sonographie- und Endoskopieeinrichtung
  • Kontinuierliche Herz-Kreislauf- und Rhythmusüberwachung, invasiv und nichtinvasiv, inklusive kontinuierliche Pulswellenkonturanalyse (PICCO) und Pulmonalarterienkatheter
  • Invasive und nichtinvasive Beatmungstherapie, einschließlich differenzierter Lagerungstherapie im Spezialbett
  • Intraaortale Ballonpumpen–Gegenpulsation (IABP)
  • Extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Herz- und Gefäßchirurgie
  • Flexible fiberoptische Bronchoskopie
  • Perkutane Dilatationstracheotomie
  • Hämodiafiltration, Membranplasmaseparation, Hämoperfusion, Leberersatzverfahren (MARS)
  • Differenzierte enterale wie parenterale Ernährung, im Rahmen dessen bedarfsweise Anlage von Gastral-, Duodenal-, und Jejunal-Sonden sowie PEG und PEJ
  • Hypothermie-Therapie nach Reanimation

Spektrum

Neben der Versorgung von Patienten mit lebensbedrohlichen Krankheitsbildern aus der interdisziplinären Notaufnahme sowie umliegender Krankenhäuser besteht eine enge Kooperation mit der Herz- und Gefäßchirurgie. Das Spektrum intensivmedizinisch behandelter Krankheitsbilder ist folglich sehr breit:

  • Herzinfarkt, kardiogener Schock, lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen, entzündliche Herzerkrankungen, dekompensierte Herzinsuffizienz
  • Postinterventionelle Überwachung und Behandlung nach modernsten kardiologischen Verfahren wie interventionellem PFO-Verschluss, minimalinvasivem (transapikalem) sowie interventionellem (transfemoralem) Aortenklappenersatz (TAVI)
  • Alle Formen des Lungenversagens
  • Schwere Infektionserkrankungen wie z.B. Pneumonie, Sepsis, Meningitis
  • Akutes Nierenversagen
  • Krisenhafte Entgleisungen stoffwechselbedingter und endokrinologischer Erkrankungen
  • Alle Formen akuter Gerinnungsstörungen und thromboembolischer Erkrankungen
  • Akute neurologische Erkrankungen wie respiratorpflichtige zerebrale Insulte, myasthene Krisen, Guillain-Barré-Syndrom

Personal

Die internistische Intensivstation wird geleitet von einem Facharzt für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Kardiologie sowie der Zusatzbezeichnung spezielle internistische Intensivmedizin.

Das ärztliche Team besteht aus zwei weiteren Fachärzten sowie sechs Assistenten(-innen) im Schichtdienst.

Alle Mitarbeiter/-innen verfügen über Intensivtherapieerfahrung. Der Abteilungsleiter verfügt über die volle Weiterbildungsbefugnis (zwei Jahre) für die „Spezielle internistische Intensivmedizin”.

Das Pflegeteam besteht aus ca. 40 erfahrenen Mitarbeitern/-innen, die zu über 90% über die Fachweiterbildung „Intensivpflege“ verfügen. Als pflegerischer Mitarbeiter besteht die Möglichkeit, an der Fachweiterbildung für Intensivpflege und Anästhesie teilzunehmen.