Abteilung XXI - Mikrobiologie und Krankenhaushygiene

Wir bieten die infektiologische Diagnostik, die Einsatzunterstützung sowie Forschung und Entwicklung aus einer Hand. Der präventivmedizinische Ansatz der Krankenhaushygiene rundet diesen ganzheitlichen Ansatz ab.

Unsere Abteilung ist einzigartig im Bereich der Bundeswehr.

In der fachärztlich geleiteten Sektion A (Individualmedizinische Diagnostik) bieten wir als zentraler Dienstleister ein umfangreiches diagnostisches Spektrum für den Bereich der Infektionskrankheiten an. Mittels modernster Methoden decken wir die Bereiche Bakteriologie, Virologie, Parasitologie und Mykologie komplett ab. Somit unterstützen wir die Ärzte aus den behandelnden Fachgebieten maßgeblich. Resistenztestungen sowie das „Antibiotic Stewardship“ ermöglichen eine gezielte, passende Antibiotikatherapie für unsere Patient*innen. Im Sicherheitslabor der Stufe 3 kann eine Tuberkulose-Diagnostik sichergestellt werden. Weiterbildungsmöglichkeiten für akademisches Personal werden ebenfalls angeboten.

Infektionsprävention, Untersuchung von Umgebungskontaminationen, konsequentes Hygienemanagement, Erstellung von Hygienestandards und das Risikomanagement für unser Krankenhaus gehören zum Aufgabenspektrum des Bereichs „Krankenhaushygiene“. Insbesondere die Vermeidung der Verbreitung von multiresistenten Keimen und auch das COVID-Management stehen aktuell im Mittelpunkt. Immer unter dem Leitgedanken „Konsequente Krankenhaushygiene bedeutet Patientensicherheit!”.

In unserer Sektion B (Populationsmedizinische Diagnostik) findet sich die „Leitlabor“-Funktion für unsere mikrobiologischen Einsatzlaboratorien. Hier wird auch die fachliche einsatzvorbereitende Ausbildung der MTLA durchgeführt. Infektiologische und vektorbiologische Diagnostik wird zentral vorgehalten und mittels Telemedizin/Telemikrobiologie in die Einsatzländer „transportiert“. Damit kann weltweit eine fachliche Unterstützung auf hohem Niveau sichergestellt werden. Die „populationsbezogene Infektiologie“ ist integraler Bestandteil unserer Abteilung und wird insbesondere in Pandemie-Zeiten äußerst wichtig. Hier wird ein hoher Durchsatz an Testungen ermöglicht. Die Aufklärung und Eindämmung von Ausbruchsgeschehen durch Krankheitserreger und deren Überträgertiere (Med. Zoologie) gehören ebenfalls zum Portfolio dieser Sektion („Infektkettenaufklärung“). Zusätzlich wird ein Rapid Deployable Outbreak Investigation Team Public Health (RDOIT-Public Health) aufgestellt und bereitgehalten. Das „Zellkultur-Labor“ dient insbesondere der Anzucht und Identifizierung von Viren im Rahmen der Surveillance.

Qualitätssicherung

Unser Labor arbeitet nach den Richtlinien der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen (RiliBÄK) und nimmt regelmäßig an internen und externen Qualitätskontrollen teil. Die Akkreditierung unseres Labors ist bereits in Vorbereitung.

Fazit

In einer einzigartigen Weise werden in unserer Abteilung die verschiedenen „Welten“, die infektiologische Individualdiagnostik“, die „angewandte Forschung“ und die „Einsatzunterstützung“ nutzbringend zusammengeführt. Hierdurch entstehen zahlreiche Synergismen.

Kooperationen

Sowohl auf dem Diagnostiksektor als auch in der Entwicklung und Forschung arbeiten wir mit zahlreichen anderen qualifizierten zivilen und militärischen Institutionen (Diagnostikeinrichtungen, Speziallaboratorien und Universitäten) zusammen.