Besuche von Patientinnen und Patienten ab dem 16. Mai 2022 wieder möglich

Besuche von Patientinnen und Patienten im BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz sind ab Montag, den 16. Mai wieder möglich.

Für den Besuch gilt die 1-1-1 Regelung:

- Patientinnen und Patienten können pro Tag von einer Person für eine Stunde besucht werden.
- Die Station ist über den geplanten Besuch zu informieren.
- Es muss ein zertifizierter Antigen-Test(nicht älter als 24h) am Haupteingang vorgezeigt werden. Bitte halten Sie das Testergebnis bereit. Leider können wir keine Testung vor Ort anbieten.
- Während des gesamten Besuches muss in allen geschlossenen Bereichen eine FFP2-Maske getragen werden.

Besuchszeiten:
Normalstationen: Montag - Sonntag und an Feiertagen von 14:00 – 17:00 Uhr
Intensivstationen: nach Absprache

Ihre Krankenhausleitung

Pressemitteilung vom 27.07.2022

Notaufnahme oder Hausarzt: So verhalten Sie sich richtig!

REGION. Die Koblenzer Krankenhäuser informieren die Menschen in der Region aus gege-benem Anlass: Bedingt durch die Ferienzeit und die weiter anhaltende Corona-Pandemie kommt es derzeit in allen Kliniken zu einem erhöhten Aufkommen in den Notaufnahmen. In vielen Fällen wären zudem nicht primär die Notaufnahmen, sondern die Hausärzte oder die Bereitschaftsdienstzentralen der Kassenärztlichen Vereinigung zuständig.

„Wir beobachten, dass derzeit sehr viele Menschen mit ganz unterschiedlichen Behandlungs-bedarfen die Notaufnahmen aufsuchen. Die Beschwerden reichen von schweren Verletzun-gen zum Beispiel nach Motorradunfällen bis zu leichtem Schwindel“, erklären die Klinikleitun-gen des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein, des BundeswehrZentralkrankenhauses und des Katholischen Klinikums. „Notaufnahmen sind vorrangig für die Behandlung von Patienten mit akuten, lebensbedrohlichen Erkrankungen oder nach Unfällen zuständig. Das Aufsuchen ei-ner Notaufnahme ist nicht mit einem Arztbesuch nach Terminvergabe zu vergleichen, so dass auch lange Wartezeiten bei hohem Patientenaufkommen entstehen können“, betonen die Kli-nikleitungen unisono.

Da in der aktuellen Sommer- und Ferienzeit regelmäßig auch Hausarztpraxen urlaubsbedingt phasenweise nicht besetzt sind, suchen derzeit viele Menschen auch mit nicht akuten oder lebensbedrohlichen Erkrankungen und Verletzungen die Notaufnahmen auf. Dies führt zu ei-ner zusätzlichen Belastung für das Personal in den Kliniken, welches durch steigende Corona-Inzidenzen und Krankheitsausfälle in den eigenen Teams bereits anhaltend hohen Belastung ausgesetzt ist.

„Unsere Pflegekräfte und Mediziner leisten hervorragende Arbeit und sind selbstverständlich für alle Notfälle rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr für die Menschen in der Region im Einsatz. Sollten Sie jedoch kein Notfall sein, bitten wir Sie, keine Notaufnahme in den Kran-kenhäusern aufzusuchen.“

Erste Ansprechpartner sind in solchen Fällen die Hausarztpraxen oder deren Urlaubsvertre-tungen. Außerhalb der Öffnungszeiten steht die Bereitschaftsdienstzentrale der Kassenärztli-chen Vereinigung jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung und ist von überall aus mit der Telefonnummer 116 117 erreichbar.

Das BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Mainz und gewährleistet eine medizinische Schwerpunktversorgung auf höchstem Niveau - in der Region und weltweit.

Mit dem Schwerpunkt traumatologische Notfallversorgung sind wir in die regionale Notfallrettung eingebunden. Seit 2006 ist das BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz eines von fünf notfallmedizinischen Zentren des Landes Rheinland-Pfalz. Dazu steht auch ein Rettungshubschrauber auf dem Krankenhausgelände bereit. Es werden sowohl militärische als auch zivile Patienten behandelt. Das BundeswehrZentralkrankenhaus verfügt über 506 Betten. Es beschäftigt 1.450 Mitarbeiter, 260 Ärzte und Apotheker. Jährlich werden rund 20.000 Patienten stationär betreut und 220.000 ambulante Behandlungen durchgeführt. Modernste computergestützte Operationsverfahren gehören zum Standard des Hauses. Es ist das älteste und größte Bundeswehrkrankenhaus. Es wurde 1957 von den französischen Streitkräften an die Bundeswehr übergeben.




Spezialsprechstunde für POST-COVID-Patient*innen am BwZKrhs Koblenz

Seit März des Jahres beschäftigt sich eine Post-COVID-Sprechstunde in der Klinik für Innere Medizin intensiv mit den Spätfolgen einer COVID-19-Erkrankung. Es besteht dabei eine enge und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kliniken für Neurologie, für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde sowie mit der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie des Hauses.
Nachuntersuchungen von COVID-19-Erkrankten zeigen, dass viele Betroffene weit über die Zeit der eigentlichen Viruserkrankung hinaus symptomatisch bleiben. Häufige Beschwerden sind dabei Luftnot und ein anhaltender Erschöpfungszustand (Fatigue-Symptomenkomplex). Es kann zu bleibenden Organschäden, vor allem an Lunge und Herz, kommen. Zudem wird eine Diabetes-auslösende Wirkung von SARS-CoV-2 diskutiert. Das Post-COVID-Syndrom tritt offenbar unabhängig von der Schwere der COVID-19-Erkrankung auf, also auch bei Patientinnen und Patienten, die nur leicht erkrankt waren.
Ärztinnen und Ärzte können für Ihre Patientinnen und Patienten einen Termin in unserer Spezialsprechstunde vereinbaren:

Telefonnummer: 0261-281-21500, oder Bw 90-4425-21500

Diese Sprechstunde steht in erster Linie nur Soldatinnen und Soldaten zur Verfügung. Die Behandlung von Zivilpatienten ist nur im Einzelfall nach Rücksprache mit dem Ärzteteam der Spezialsprechstunde möglich.
Wir möchten sie bitten, die relevanten Befunde zu der Erkrankung und auch Lungenfunktionsbefunde von Untersuchungen vor der Erkrankung mitzugeben.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihr Infektiologieteam: Dr. Frank Müller, OFA - Dr. Dominic Rauschning, OFA - Dr. Gwendolyn Scheumann, MedDir´in

Aktuelles aus dem Haus

Kopf-Hals-Tumor-Zentrum erfolgreich zertifiziert

Gemeinsam stark zum Wohle der Patienten in der Region: Das BundeswehrZentralkrankenhaus und das Katholische Klinikum Koblenz · Montabaur betreiben bereits seit dem Jahr 2020 ein gemeinsames, interdisziplinäres Kopf-Hals-Tumor-Zentrum in Koblenz. Dieses wurde jetzt von der Deutschen Krebsgesellschaft erfolgreich zertifiziert, was die hohe medizinische Expertise des Zentrums unterstreicht.

„Die Zertifizierung des Kopf-Hals-Tumor-Zentrums Koblenz gelang durch intensive Zusammenarbeit der Kliniken Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Katholischen Klinikum und der Kliniken Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie und HNO-Heilkunde am BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz“, sagt Prof. Dr. Dr. Werkmeister, Leiter der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am BWZK. „Die Zertifizierung ist ein wichtiger Ansatz, um die Qualität der Tumortherapie zu verbessern. Es werden dadurch Standards in Diagnostik und Therapie festgelegt, die von externen Gutachtern überprüft werden. Die Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern unterschiedlicher Struktur und Trägerschaft führt zu einem intensiven Kennenlernen und wie in diesem Fall zu einer Win-Win-Situationen. Es ist somit viel erreicht worden und nun gilt es das Zentrum beständig weiterzuentwickeln."

„Die Zertifizierung ist kein Selbstzweck, sondern ein Teil des Qualitätsmanagements und damit des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses eines Krankenhauses“, unterstreicht Prof. Dr. Jan Maurer, Chefarzt der Klinik für HNO-Heilkunde, Gesichts-, Kop-, Hals- und Schädelbasischirurgie am KKM. „Durch eine Zertifizierung bestimmter Bereiche wird bescheinigt, dass hier qualitativ hochwertige Arbeit nach hohen Standards, in unserem Fall in der Versorgung von Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren geleistet wird. Im Jahr 2010 gründeten wir am KKM das erste Kopf-Hals-Tumorzentrum in Rheinland-Pfalz. Die Anerkennung durch die erste Zertifizierung erfolgte 2011 über die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) im Rahmen des damaligen krankenhausübergreifenden „onkologischen Zentrums Koblenz“. Im Laufe der Jahre änderten sich die Rahmenbedingungen innerhalb und außerhalb der Krankenhäuser. Zusätzlich entstanden zunächst persönliche und später auch institutionelle regelmäßige Kooperationen zwischen Fachabteilungen verschiedener Krankenhäuser Krankhausträger aber auch größerer Einrichtungen der ambulanten Patientenversorgung, die es erlaubten die Patientenversorgung noch weiter zu verbessern.

Ein gemeinsames Zentrum war die naheliegende Konsequenz, unterstreicht Maurer: „Das neue interdisziplinäre Kopf-Hals-Tumorzentrum Koblenz (KHTK) wurde durch die enge Kooperation der beteiligten Fachabteilungen HNO und MKG des BWZK und des KKM im Jahr 2020 gegründet und nur zwei Jahre später bereits nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Wir bedanken uns bei allen Kooperationspartnern, die das Zentrum mittragen und mit uns zusammenarbeiten. Sie alle tragen zu einer Patientenversorgung in Koblenz nach national und international sehr hohen Standards bei.“

Im Zertifikat heißt es: „Die Zertifizierungsstelle der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. OnkoZert bescheinigt hiermit, dass das Kopf-Hals-Tumor-Zentrum Koblenz, vertreten durch Prof. Dr. Jan Maurer (HNO am KKM) und Prof. Dr. Dr. Richard Werkmeister (MKG am BWZK) die in den durch die Deutsche Krebsgesellschaft festgelegten „Fachlichen Anforderungen an Kopf-Hals-Tumor-Zentren“ definierten Qualitätskriterien erfüllt. Das Kopf-Hals-Tumor-Zentrum Koblenz erhält damit die Auszeichnung „Kopf-Hals-Tumor-Zentrum mit Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.“

Aktionstag Saubere Hände – Das BwZK nimmt teil!

"Oberfeldarzt Dr. Döhla, Leiter der Abteilung Hygiene" bei der Übergabe des Preisgutscheins an die glückliche Gewinnerin des Hygiene Preisrätsels.

Heutzutage hört man das Wort Hygiene überall und sehr oft in vielen Berufsgruppen und Altersklassen. Aufgrund der – leider immer noch nicht ganz überstandenen – Pandemie ist das Wort selbst für die Kindergartenkinder „gang und gäbe“ geworden.

Nun fragen sich viele Menschen, ob es nicht übertrieben ist, so viele Hygienemaßnahmen und Regeln in das private und berufliche Leben zu integrieren.

Für den Gesundheitsbereich beantwortet die Abteilung Hygiene des BundeswehrZentralkrankenhauses Koblenz diese Fragen mit dem „Aktionstag Saubere Hände“, welcher am 06.07.2022 stattfand.

Durch mangelnde Händehygiene werden mehr als 90% aller im Krankenhaus erworbenen Infektionen übertragen. Eine sachgerechte Händedesinfektion in Einrichtungen des Gesundheitswesens ist eine Voraussetzung für die Gewährleistung der Patientensicherheit und Eigenschutz von übertragbaren Infektionskrankheiten.

Die „Aktion saubere Hände“ ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Händedesinfektion, die durch das Nationale Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ) und dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) initiiert wurde. Durch die Beteiligung an dieser Aktion möchte die Abteilung Hygiene in der weiterhin anhaltenden COVID-19-Pandemie die Wichtigkeit der Umsetzung der allgemeinen Hygienemaßnahmen im Krankenhaus mit Schwerpunkt Händehygiene hinweisen.

Für alle Beschäftigten, Patienten und Patientinnen, Besucher und Besucherinnen des Bundeswehrzentralkrankenhauses in Koblenz fand hierfür im Eingangsbereich eine Informationsveranstaltung zum Thema hygienische Händedesinfektion und Hautpflege/Hautschutz statt. Alle Teilnehmer konnten die hygienische Händedesinfektion durch praktische Schulungen mit der Schwarzlichtbox durchführen und für sich eine optimale Einreibemethode herausfinden. Daneben konnte jeder Anwesende den eigenen Hautfettgehalt und den eigenen Pflegebedarf feststellen und unterschiedliche Arten von Hautschutz kennen lernen. Zusätzlich konnte sich jeder Teilnehmer über eine professionelle Handmassage, Pflegemittel und Händedesinfektionsmittel als kleines Geschenk freuen.

Für Beschäftigte, die ihren Arbeitsplatz in stationären und ambulanten Bereichen nicht verlassen konnten, um die gewohnt professionelle Versorgung der uns anvertrauten Patientinnen und Patienten nicht zu beeinträchtigen, wurde die Aktion als mobiler Workshop mit individuellen praktischen Schulungen angeboten.

Selbst für die Kleinsten wurde auf dem Gelände des Bundeswehrkrankenhauses, in der KiTa „Lazarettzwerge“, durch die Abteilung Hygiene unter Unterstützung durch Hygienebeauftragten aus der Pflege ein Workshop zum Thema „Hände waschen“ angeboten. Hierbei wurden Kinder in allen Altersgruppen an das Thema „Händewaschen“ spielerisch herangeführt. Es ist nie zu früh, um mit einer hygienischen Erziehung anzufangen.

Am BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz gibt es somit viel Wissenswertes zur Händehygiene, die nicht nur in Pandemie-Zeiten sinnvoll ist.