Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Besucherinnen und Besucher,

die Neunte Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz vom 4.Juni 2020 erlaubt den Besuch der PatientInnen durch nahestehende Angehörige unter entsprechenden Auflagen.

Vor diesem Hindergrund bitten wir um Ihr Verständnis, dass der Besuch ausschließlich unter folgenden Maßgaben erfolgen kann:

- Besuch ab einer Liegedauer von mehr als drei Tagen

- ein/e BesucherIn pro Tag

- Besuchszeiten: Montag bis Freitag von 14:00 bis 17:00 Uhr
                             Samstag,Sonn- und Feiertage von 10:00 bis 14:00 Uhr

- Beachtung und Folgeleisten der hausinternen Verhaltensregeln, die Ihnen zu Beginn Ihres Besuches   ausgehändigt werden.

Das Wohl und die Gesundheit unserer PatientInnen und Mitarbeitenden liegt uns am Herzen!

Wir zählen auf Ihre Unterstützung und Rücksichtnahme!

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Dr. Almut Nolte
Generalarzt
Kommandeurin und Ärztliche Direktorin des BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz


Das BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Mainz und gewährleistet eine medizinische Schwerpunktversorgung auf höchstem Niveau - in der Region und weltweit.

Mit dem Schwerpunkt traumatologische Notfallversorgung sind wir in die regionale Notfallrettung eingebunden. Seit 2006 ist das BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz eines von fünf notfallmedizinischen Zentren des Landes Rheinland-Pfalz. Dazu steht auch ein Rettungshubschrauber auf dem Krankenhausgelände bereit. Es werden sowohl militärische als auch zivile Patienten behandelt. Das BundeswehrZentralkrankenhaus verfügt über 506 Betten. Es beschäftigt 1.450 Mitarbeiter, 260 Ärzte und Apotheker. Jährlich werden rund 20.000 Patienten stationär betreut und 220.000 ambulante Behandlungen durchgeführt. Modernste computergestützte Operationsverfahren gehören zum Standard des Hauses. Es ist das älteste und größte Bundeswehrkrankenhaus. Es wurde 1957 von den französischen Streitkräften an die Bundeswehr übergeben.

Aktuelles aus dem Haus

Gesundheitsversorgung in der Region ist eine Gemeinschaftsaufgabe

Ministeriumsbesuch im Koordinierenden Lagezentrum. Die Koblenzer Kliniken sind zuständig für die stationäre Versorgung der Corona-Patienten im Gebiet Mittelrhein-Westerwald (von links): Dagmar Wagner (Klinikmanagerin, Kemperhof), Jörg Mehr (Leiter Zukunftsnetzwerk, MSAGD), Generalarzt Dr. Almut Nolte (Kommandeurin/Ärztl. Direktorin, BwZKrhs Koblenz), Prof. Dr. Bernd Markus (Ärztl. Direktor, Kemperhof), Jérôme Korn-Fourcade (Kaufmännischer Direktor, KKM), Matthias Klimkait (Pflegedirektor, Kemperhof) sowie Melanie Zöller (Geschäftsführerin, GK-Mittelrhein).

Ministeriumsvertreter macht sich ein Bild vor Ort

REGION. Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz (MSAGD) hat die drei Koblenzer Kliniken – BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz (BwZKrhs), Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (GK-Mittelrhein) und Katholisches Klinikum Koblenz-Montabaur (KKM) – mit der Koordinierung der stationären Versorgung rund um die aktuelle Corona-Pandemie für das Versorgungsgebiet Mittelrhein-Westerwald beauftragt.

Wie das in der Praxis umgesetzt ist, davon machte sich Jörg Mehr aus dem MSAGD selbst ein Bild. Seinen Besuch in Koblenz begann er am Krankenhaus Kemperhof (GK-Mittelrhein), an dem das neu gegründete Koordinierende Lagezentrum seinen Sitz hat. Von dort aus erfolgt die eigentliche Koordinationsleistung durch ein Mitarbeiterteam der drei benannten Krankenhäuser. Darüber hinaus interessierten den Referatsleiter die speziell geregelte Wegeführung der Patienten, der Fiebermessplatz und die stationären Leistungsbereiche, in denen Corona-Patienten sowie Verdachtsfälle behandelt werden. Mehr konnte sich ebenso von der gut aufgestellten Notaufnahme überzeugen, in der schnell und leicht erkennbar die infektiösen und nicht infektiösen Patienten getrennt werden. Auch der anschließende Besuch im BwZKrhs Koblenz mit dessen mehreren Isolationsstationen und einem Stufenkonzept zur lageangepassten Bereitstellung von Intensivbeatmungsplätzen sowie dem Marienhof (KKM) standen auf dem Programm. „Ich bin von der sehr guten Organisation in den Häusern und dem besonnenen Umgang mit der Corona-Pandemie wirklich angetan“, sagte Mehr. Er sprach mit den Verantwortlichen aller Standorte intensiv über die aktuelle Lage, wobei, neben der besonderen Herausforderung für die Mitarbeiter und Patienten, Themen wie persönliche Schutzausrüstung oder die Finanzierung der Krankenhäuser diskutiert wurden. „Es war ein gelungener Termin“, sind sich alle Verantwortlichen aus Koblenz einig. Insbesondere in der jetzigen Corona-Krise besteht eine sehr enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Koblenzer Krankenhäusern und dem Rheinland-Pfälzischen Gesundheitsministerium.

Arztbesuche bei akuter Erkrankung nicht aufschieben - Mediziner appellieren: Krankenhäuser sind bestens für Patienten gerüstet

Arztbesuche bei akuter Erkrankung nicht aufschieben Mediziner appellieren: Krankenhäuser sind bestens für Patienten gerüstet REGION. Die gegenwärtige Situation um die Corona-Pandemie ist eine nie dagewesene Herausforderung für alle. Die Krankenhäuser bereiten sich seit Wochen unter Hochdruck auf eine Vielzahl von schwer kranken Corona-Patienten vor. Dazu wurden unter anderem die Anzahl der Intensivbetten und Beatmungsplätze erhöht sowie planbare Behandlungen und Operationen aufgeschoben. Diese Vorbereitungen der Kliniken auf eine große Zahl von intensivmedizinisch zu betreuenden Patienten mit schweren Krankheitsverläufen haben zum Ziel, jedem Erkrankten die bestmögliche Versorgung zuteilwerden zu lassen. Aber trotz der Corona-Pandemie darf nicht außer Acht gelassen werden, dass es selbstverständlich auch weiterhin die klassischen Notfallpatienten mit ernsten gesundheitlichen Problemen gibt, für die die Krankenhäuser auch weiterhin Kapazitäten bereithalten. Denn Schlaganfall, Herzinfarkt, Tumorerkrankungen, eine Blinddarmentzündung und vieles mehr machen auch vor Corona nicht halt. Gemeinsam appellieren das BundeswehrZentralKrankenhaus Koblenz, das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein und das Katholische Klinikum Koblenz-Montabaur an Patienten, die Krankheitssymptome auch weiterhin ernst zu nehmen und sich in ärztliche Versorgung zu begeben. Die Krankenhäuser sind gegen eine Ansteckung mit Corona bestens gerüstet und organisiert. Die drei Koblenzer Kliniken wurden vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie mit der Koordinierung der stationären Versorgung rund um die aktuelle Corona-Pandemie für das Gebiet Mittelrhein-Westerwald beauftragt.

Angesichts der Corona-Krise ist davon auszugehen, dass viele Patienten mit leichten Schlag-anfällen oder auch Herzinfarkten aus Angst vor einer Infizierung mit dem Coronavirus lieber bewusst zu Hause bleiben, anstatt sich medizinisch versorgen zu lassen. Das Problem: Vor allem die als COVID-19-Risikogruppe bezeichnete Altersklasse der Über-70-Jährigen trägt auch das Hauptrisiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte. Doch auch in Zeiten von Corona ist die unverzügliche Behandlung dringlicher Erkrankungen wie eben eines Schlaganfalls oder eines Herzinfarkts notwendig. Symptome wie plötzlicher auftretender Brustschmerz, Luftnot, Schluck- und Sprachstörungen sowie kurzzeitiger Bewusstseinsverlust müssen deshalb auch während der Corona-Pandemie immer ärztlich abgeklärt werden, da nicht selten schwere bleibende Folgen bis hin zum Tod drohen können.

„Das Risiko, sich mit dem neuen Virus im Krankenhaus anzustecken ist gegenüber den körperlichen Einbußen, die eine verzögerte Diagnose und Behandlung von Herz- oder Hirnschlag nach sich ziehen, gering. Zudem ist bei der Notfallversorgung in medizinischen Einrichtungen hierzulande die gleichzeitige Trennung von Covid-19-Erkrankten und anderen Patienten sowie die Einhaltung der allerhöchsten Hygienestandards sichergestellt“, erklären die Mediziner. Der dringende Appell lautet: „Wir Ärzte sagen ganz klar: Wenn Sie Symptome an sich oder anderen bemerken, bleiben Sie bitte nicht zu Hause, sondern begeben Sie sich in medizinische Obhut!“