Einschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie,

Ab Montag, den 29. November 2021 sind Besuche von Patientinnen/Patienten im BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz nur noch mit Einschränkungen möglich:

Für folgende Bereiche/Situationen gilt eine Ausnahmereglung, die vorab zwingend mit dem behandelnden Ärzteteam abgestimmt und genehmigt werden muss:

- Schwerkranke und Demenzkranke
- intensivpflichtige Patientinnen und Patienten
- Verabschiedung von Verstorbenen

Bei vorliegender Ausnahmegenehmigung gilt:

1 Besucherin/Besucher pro Patientin/Patient pro Tag für maximal eine Stunde

Das Betreten des Krankenhauses ist nur ist nur noch für vollständig geimpfte und genesene. Personen mit zusätzlichem dokumentierten negativen Testergebnis. (2G+) (Antigentest nicht älter als 24 h) und unter Einhaltung der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes Rheinland-Pfalz möglich. Weiterhin müssen alle Besucherinnen und Besucher einen Besuchsschein ausfüllen oder sich über die Corona-Warn-App registrieren.

Der Zutritt zum Krankenhaus darf ausschließlich über den Haupteingang des BundeswehrZentralkrankenhauses Koblenz erfolgen. Hier finden erforderliche Kontrollen statt.
Begleitpersonen von Minderjährigen sind von der Einschränkung nicht betroffen.

Besuchertestungen können im BwZKrhs Koblenz leider nicht angeboten werden.

Eine Testmöglichkeit, auch ohne vorherige Terminabsprache, besteht zum Beispiel ganz in der Nähe im Gewerbepark Metternich II, Im Metternicher Feld 18, 56072 Koblenz.
Öffnungszeiten: Montag – Samstag 08:30 – 11:30Uhr

Ihre Krankenhausleitung




Das BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Mainz und gewährleistet eine medizinische Schwerpunktversorgung auf höchstem Niveau - in der Region und weltweit.

Mit dem Schwerpunkt traumatologische Notfallversorgung sind wir in die regionale Notfallrettung eingebunden. Seit 2006 ist das BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz eines von fünf notfallmedizinischen Zentren des Landes Rheinland-Pfalz. Dazu steht auch ein Rettungshubschrauber auf dem Krankenhausgelände bereit. Es werden sowohl militärische als auch zivile Patienten behandelt. Das BundeswehrZentralkrankenhaus verfügt über 506 Betten. Es beschäftigt 1.450 Mitarbeiter, 260 Ärzte und Apotheker. Jährlich werden rund 20.000 Patienten stationär betreut und 220.000 ambulante Behandlungen durchgeführt. Modernste computergestützte Operationsverfahren gehören zum Standard des Hauses. Es ist das älteste und größte Bundeswehrkrankenhaus. Es wurde 1957 von den französischen Streitkräften an die Bundeswehr übergeben.




Spezialsprechstunde für POST-COVID-Patient*innen am BwZKrhs Koblenz

Seit März des Jahres beschäftigt sich eine Post-COVID-Sprechstunde in der Klinik für Innere Medizin intensiv mit den Spätfolgen einer COVID-19-Erkrankung. Es besteht dabei eine enge und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kliniken für Neurologie, für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde sowie mit der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie des Hauses.
Nachuntersuchungen von COVID-19-Erkrankten zeigen, dass viele Betroffene weit über die Zeit der eigentlichen Viruserkrankung hinaus symptomatisch bleiben. Häufige Beschwerden sind dabei Luftnot und ein anhaltender Erschöpfungszustand (Fatigue-Symptomenkomplex). Es kann zu bleibenden Organschäden, vor allem an Lunge und Herz, kommen. Zudem wird eine Diabetes-auslösende Wirkung von SARS-CoV-2 diskutiert. Das Post-COVID-Syndrom tritt offenbar unabhängig von der Schwere der COVID-19-Erkrankung auf, also auch bei Patientinnen und Patienten, die nur leicht erkrankt waren.
Ärztinnen und Ärzte können für Ihre Patientinnen und Patienten einen Termin in unserer Spezialsprechstunde vereinbaren:

Telefonnummer: 0261-281-21500, oder Bw 90-4425-21500

Diese Sprechstunde steht in erster Linie nur Soldatinnen und Soldaten zur Verfügung. Die Behandlung von Zivilpatienten ist nur im Einzelfall nach Rücksprache mit dem Ärzteteam der Spezialsprechstunde möglich.
Wir möchten sie bitten, die relevanten Befunde zu der Erkrankung und auch Lungenfunktionsbefunde von Untersuchungen vor der Erkrankung mitzugeben.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihr Infektiologieteam: Dr. Frank Müller, OFA - Dr. Dominic Rauschning, OFA - Dr. Gwendolyn Scheumann, MedDir´in

Aktuelles aus dem Haus

Apotheke des BundeswehrZentralkrankenhauses Koblenz nimmt neue Sterilherstellungsräume in Betrieb

Am 16.12.2020 wurde durch Frau Generalarzt Dr. Nolte, der Kommandeurin und Ärztlichen Direktorin des BundeswehrZentralkrankenhauses, im Beisein von Herrn Generalstabsarzt Dr. Schoeps, dem Kommandeur der Gesundheitseinrichtungen der Bundeswehr und Stellvertreter des Inspekteurs des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, der neue Anbau der Apotheke feierlich eröffnet.

Nach fast 2jähriger Bauzeit ist ein Gebäudekomplex auf zwei Geschossen entstanden, der vor Ort aus vorgefertigten Reinraummodulen zusammengeführt wurde. Im Obergeschoss befinden sich auf 140 qm zwei Reinräume für die Herstellung steriler Arzneimittel, nebst den dazugehörigen Schleusen und Vorbereitungsräumen. Der gesamte Herstellungsbereich entspricht hinsichtlich des Reinraumkonzeptes den Anforderungen, die heute an eine moderne Sterilherstellung in einer Krankenhausapotheke gestellt werden.

Im Erdgeschoss ist die Technik für die aufwendige raumlufttechnische Versorgung untergebracht. Hier laufen auch alle Daten der umfangreichen Messungen zur Überwachung und Sicherung der erforderlichen Qualität bei der Herstellung zusammen. Dem Leiter der Arzneimittelherstellung, Herrn Oberfeldapotheker Dr. Rothenhäusler, und seinem Team, bestehend aus drei Pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) sowie drei Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (PKA), steht somit ein hochmoderner Herstellungsbereich für individuelle Krebsmedikamente zur Versorgung der onkologischen Patienten des BundeswehrZentralkrankenhauses zur Verfügung. Die geladenen Gäste konnten durch die gezeigte Bilderpräsentation - beginnend mit der Grundsteinlegung bis zur Fertigstellung - einen sehr guten Eindruck zur Entstehung dieses komplexen Gebäudes gewinnen. PTA Frau Zimmermann hat die einzelnen Bauphasen mit ihrer Kamera begleitet und die Fotos zur Verfügung gestellt. Da eine Besichtigung der Herstellungsräume ohne aufwendiges mehrstufiges Einschleusen in Reinraumkleidung nicht möglich ist, wurde der Arbeitsablauf über die Entstehung einer sterilen Zubereitung ebenfalls anhand von Bildern gezeigt. Der Leitende Apotheker der Bundeswehr, Herr Oberstapotheker Krappitz, ebenso wie Herr Oberstapotheker Marth (Referatsleiter X 3 im Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr) waren sehr erfreut über die neuen Räumlichkeiten und der damit verbundenen Ausweitung der pharmazeutischen Dienstleistungen im Bereich der Patientenversorgung mit individuellen sterilen Produkten und gratulierten herzlich zur Inbetriebnahme. Der Leiter der Apotheke, Herr Oberstapotheker Müller dankte in seinem Beitrag insbesondere den Planern des Landesbetriebs für Liegenschafts- und Baubetreuung Koblenz, dem örtlichen Bundeswehrdienstleistungszentrum, dem Kompetenzzentrum Baumanagement Wiesbaden K 6 des Bundesamtes für Infrastruktur, Unterstützung und Dienstleistungen der Bundeswehr als zuständige militärische Baubehörde und der Abteilung S4 des Bundeswehrkrankenhauses für die wertvolle Unterstützung.

Gesundheitsversorgung in der Region ist eine Gemeinschaftsaufgabe

Ministeriumsbesuch im Koordinierenden Lagezentrum. Die Koblenzer Kliniken sind zuständig für die stationäre Versorgung der Corona-Patienten im Gebiet Mittelrhein-Westerwald (von links): Dagmar Wagner (Klinikmanagerin, Kemperhof), Jörg Mehr (Leiter Zukunftsnetzwerk, MSAGD), Generalarzt Dr. Almut Nolte (Kommandeurin/Ärztl. Direktorin, BwZKrhs Koblenz), Prof. Dr. Bernd Markus (Ärztl. Direktor, Kemperhof), Jérôme Korn-Fourcade (Kaufmännischer Direktor, KKM), Matthias Klimkait (Pflegedirektor, Kemperhof) sowie Melanie Zöller (Geschäftsführerin, GK-Mittelrhein).

Ministeriumsvertreter macht sich ein Bild vor Ort

REGION. Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz (MSAGD) hat die drei Koblenzer Kliniken – BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz (BwZKrhs), Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (GK-Mittelrhein) und Katholisches Klinikum Koblenz-Montabaur (KKM) – mit der Koordinierung der stationären Versorgung rund um die aktuelle Corona-Pandemie für das Versorgungsgebiet Mittelrhein-Westerwald beauftragt.

Wie das in der Praxis umgesetzt ist, davon machte sich Jörg Mehr aus dem MSAGD selbst ein Bild. Seinen Besuch in Koblenz begann er am Krankenhaus Kemperhof (GK-Mittelrhein), an dem das neu gegründete Koordinierende Lagezentrum seinen Sitz hat. Von dort aus erfolgt die eigentliche Koordinationsleistung durch ein Mitarbeiterteam der drei benannten Krankenhäuser. Darüber hinaus interessierten den Referatsleiter die speziell geregelte Wegeführung der Patienten, der Fiebermessplatz und die stationären Leistungsbereiche, in denen Corona-Patienten sowie Verdachtsfälle behandelt werden. Mehr konnte sich ebenso von der gut aufgestellten Notaufnahme überzeugen, in der schnell und leicht erkennbar die infektiösen und nicht infektiösen Patienten getrennt werden. Auch der anschließende Besuch im BwZKrhs Koblenz mit dessen mehreren Isolationsstationen und einem Stufenkonzept zur lageangepassten Bereitstellung von Intensivbeatmungsplätzen sowie dem Marienhof (KKM) standen auf dem Programm. „Ich bin von der sehr guten Organisation in den Häusern und dem besonnenen Umgang mit der Corona-Pandemie wirklich angetan“, sagte Mehr. Er sprach mit den Verantwortlichen aller Standorte intensiv über die aktuelle Lage, wobei, neben der besonderen Herausforderung für die Mitarbeiter und Patienten, Themen wie persönliche Schutzausrüstung oder die Finanzierung der Krankenhäuser diskutiert wurden. „Es war ein gelungener Termin“, sind sich alle Verantwortlichen aus Koblenz einig. Insbesondere in der jetzigen Corona-Krise besteht eine sehr enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Koblenzer Krankenhäusern und dem Rheinland-Pfälzischen Gesundheitsministerium.

Arztbesuche bei akuter Erkrankung nicht aufschieben - Mediziner appellieren: Krankenhäuser sind bestens für Patienten gerüstet

Arztbesuche bei akuter Erkrankung nicht aufschieben Mediziner appellieren: Krankenhäuser sind bestens für Patienten gerüstet REGION. Die gegenwärtige Situation um die Corona-Pandemie ist eine nie dagewesene Herausforderung für alle. Die Krankenhäuser bereiten sich seit Wochen unter Hochdruck auf eine Vielzahl von schwer kranken Corona-Patienten vor. Dazu wurden unter anderem die Anzahl der Intensivbetten und Beatmungsplätze erhöht sowie planbare Behandlungen und Operationen aufgeschoben. Diese Vorbereitungen der Kliniken auf eine große Zahl von intensivmedizinisch zu betreuenden Patienten mit schweren Krankheitsverläufen haben zum Ziel, jedem Erkrankten die bestmögliche Versorgung zuteilwerden zu lassen. Aber trotz der Corona-Pandemie darf nicht außer Acht gelassen werden, dass es selbstverständlich auch weiterhin die klassischen Notfallpatienten mit ernsten gesundheitlichen Problemen gibt, für die die Krankenhäuser auch weiterhin Kapazitäten bereithalten. Denn Schlaganfall, Herzinfarkt, Tumorerkrankungen, eine Blinddarmentzündung und vieles mehr machen auch vor Corona nicht halt. Gemeinsam appellieren das BundeswehrZentralKrankenhaus Koblenz, das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein und das Katholische Klinikum Koblenz-Montabaur an Patienten, die Krankheitssymptome auch weiterhin ernst zu nehmen und sich in ärztliche Versorgung zu begeben. Die Krankenhäuser sind gegen eine Ansteckung mit Corona bestens gerüstet und organisiert. Die drei Koblenzer Kliniken wurden vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie mit der Koordinierung der stationären Versorgung rund um die aktuelle Corona-Pandemie für das Gebiet Mittelrhein-Westerwald beauftragt.

Angesichts der Corona-Krise ist davon auszugehen, dass viele Patienten mit leichten Schlag-anfällen oder auch Herzinfarkten aus Angst vor einer Infizierung mit dem Coronavirus lieber bewusst zu Hause bleiben, anstatt sich medizinisch versorgen zu lassen. Das Problem: Vor allem die als COVID-19-Risikogruppe bezeichnete Altersklasse der Über-70-Jährigen trägt auch das Hauptrisiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte. Doch auch in Zeiten von Corona ist die unverzügliche Behandlung dringlicher Erkrankungen wie eben eines Schlaganfalls oder eines Herzinfarkts notwendig. Symptome wie plötzlicher auftretender Brustschmerz, Luftnot, Schluck- und Sprachstörungen sowie kurzzeitiger Bewusstseinsverlust müssen deshalb auch während der Corona-Pandemie immer ärztlich abgeklärt werden, da nicht selten schwere bleibende Folgen bis hin zum Tod drohen können.

„Das Risiko, sich mit dem neuen Virus im Krankenhaus anzustecken ist gegenüber den körperlichen Einbußen, die eine verzögerte Diagnose und Behandlung von Herz- oder Hirnschlag nach sich ziehen, gering. Zudem ist bei der Notfallversorgung in medizinischen Einrichtungen hierzulande die gleichzeitige Trennung von Covid-19-Erkrankten und anderen Patienten sowie die Einhaltung der allerhöchsten Hygienestandards sichergestellt“, erklären die Mediziner. Der dringende Appell lautet: „Wir Ärzte sagen ganz klar: Wenn Sie Symptome an sich oder anderen bemerken, bleiben Sie bitte nicht zu Hause, sondern begeben Sie sich in medizinische Obhut!“